Windsurfen am Bolsenasee

Windsurf-Urlaub am Bolsenasee?

Windsurf-Urlaub am Bolsenasee?

Dem viel versprechenden Surfspot-Bericht aus dem Surf-Magazin  über den Bolsenasee (Surf Magazin, http://www.surf-magazin.de/reisen/italien/italien-lago-di-bolsena/a1330.html, 03.04.2009) stehen mittlerweile auch einige kritische Stimmen gegenüber, wie einige einschlägige Foreneinträge oder auch Kommentare auf Surfspot.de zeigen. Zu beschönigend sei der Bericht im Surf Magazin – und die Windsurf-Möglichkeiten am Bolsenasee werden glorifiziert.

Wie ist das Windsurfen am Bolsena-See?

Es gibt die viel zitierten Thermik-Winde, zum späten Nachmittag recht regelmäßig auftreten. Wer hier allerdings mit Segelgrößen unter 7,5 qm am Start ist, wird als Aufsteiger nur selten in den Genuss des Gleitens kommen. Segelgrößen bis 9,5 qm sind am Bolsena-See bei Thermik-Winden aus Süden, Osten oder Westen angebracht. Breite Freeride-Windsurfboards helfen beim An- und Durchgleiten. Gerade bei stärkerem Südwind kann man auch mit der einen oder anderen Windwelle rechnen.

Es gibt auch den Tramontana, der teilweise auch im Sommer aus Norden oder Nordwest bläst und Windstärken von 4-6 Beauforts mitbringt. Hier kann man gerade am Südufer des Bolsenasees auch gute Bump & Jump Bedingungen finden, während es im Norden spiegelglattes Wasser zum Heizen gibt. Um mit den Böen umgehen zu können, sollte man das Anfängerstadium aber hinter sich gelassen haben. Der Tramontana kommt, wenn er kommt, in der Regel für 2-3 Tage hintereinander.

Aber: Wir hatten selbst viele Tage im Sommer ohne eine brauchbare Windausbeute. Wenn das Surf Magazin den Bolsenasee als Geheimtipp empfiehlt und für vier Surftage vier mal perfekte starke Windbedingungen bescheinigt, dann könnte dies möglicherweise ein Tramontana-Zeitraum gewesen sein und einfach ein Glücksgriff. Wer  einen reinen Windsurfurlaub machen möchte, kann sich unserer Ansicht nicht auf einen garantierten Wind am Bolsenasee einstellen. Für Familienurlauber, die gelegentlich mal aufs Board steigen möchten, für Freizeit- und Gelegenheitssurfer oder Anfänger ist der Bolsenasee immer Sommer eine gute Wahl.

Allgemeine praktische Infos zum Bolsenasee: http://www.bolsenasee.org/

Wichtiger Hinweis! Auftriebswestenpflicht auch am Bolsenasee!
Siehe https://www.surfshop-ws7.de/windsurfen/auftriebsweste-beim-windsurfen-fluch-oder-segen.html

Aktuelle Windvorhersage von Windfinder.com: http://de.windfinder.com/forecast/lago_di_bolsena_bolsena

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Auftriebsweste beim Windsurfen – Fluch oder Segen?

Auftriebsweste

Auftriebsweste von Ascan Surf: Die Ascan Garda Vest

Eine häufig gestellte Frage beim Windsurfen ist die der Sinnigkeit von Auftriebswesten. Hier ist zunächst mal zu sagen, dass diese an bestimmten Surfspots zwangsläufig vorgeschrieben sind, wobei diese Vorgabe je nach Land und Region unterschiedlich scharf kontrolliert wird. So berichten Windsurfer am Gardasee teils von Geldstrafen von bis zu  200,- EUR. (Bolsenasee: 140,- EUR, Stand August 2013). In Dänemark gibt es entgegen aller Gerüchte keine Pflicht zum Tragen einer Schwimmweste, jedoch ist dies dennoch wärmstens zu empfehlen, da man bei Unfällen Gerüchten zufolge ohne Surfweste grundsätzlich, auch wenn man Vorfahrt hatte, Schuld bekommt, und weil angeblich die Kosten im Falle einer Seenotrettung ohne Weste vom Geretteten zu zahlen sind.

In Deutschland ist uns kein Spot bekannt, an dem zwangsläufig eine Auftriebsweste getragen werden muss.

Über die gesetzliche Betrachtung hinaus gibt es Faktoren, die für Windsurfer gegen und für das Tragen einer Auftriebsweste sprechen:

 

Für eine Auftriebsweste:

– Die Weste vereinfacht den Wasserstart durch den zusätzlichen Auftrieb insbesondere in der Phase, in der man das Segel aus dem Wasser hebt

– Die Auftriebsweste kann in eingeschränktem Maße auch als Prallschutzweste fungieren und Rippenprellungen oder sogar -brüchen vorbeugen

– Die Auftriebsweste hat insbesondere im Frühjahr und Winter auch eine wärmende Funktion

– In Notfällen kann die Auftriebsweste für Schwimmer eine leichte Unterstützung sein, auch wenn sie keine Schwimmweste / Rettungsweste ist

– Bei Unfällen kann man sich besser über Wasser halten, und die Signalfarben der meisten Westen (z. B. von der Ascan Garda Vest) erhöhen die Chance, dass man gefunden wird.

 

Gegen eine Auftriebsweste:

– Die Weste kann insbesondere an warmen Tagen lästig sein

– als Rettungsweste (z. B. bei Bewusstlosigkeit) ungeeigent, weil der Auftrieb zu gering ist um den Kopf sicher über Wasser zu halten

– Die Auftriebsweste kann die Bewegungsfreiheit einschränken und manche Modelle sind in Kombination mit Hüfttrapezen nicht einsetzbar

 

Pro Limit Auftriebsweste speziell für Hüfttrapeze

Pro Limit Auftriebsweste speziell für Hüfttrapeze

Übrigens: Eine Auftriebsweste ist keine Rettungsweste!

Eine Auftriebsweste ist etwas anderes als eine Rettungsweste: Erstere kann beim Surfen Leben retten, die andere Leben nehmen. Der Unterschied besteht darin, dass die Auftriebsweste für etwas mehr Auftrieb sorgt, aber nicht für so viel, dass du zwangsläufig an der Wasseroberfläche bleibst. Gegen den Auftrieb einer Auftriebsweste kann man „antauchen“, während die Rettungsweste dich immer zwangsläufig über Wasser hält bzw. dich an die Wasseroberfläche drückt – äußerst unpraktisch, wenn du im Trapez eingehakt unter dem Segel liegst…

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